Annette Mennewisch

Was ist Osteopathie?


Die Osteopathie ist eine Behandlungsform, die den Menschen in seiner Gesamtheit erfasst. Sowohl die Untersuchung als auch die Behandlung erfolgt mit den Händen. Wenn der Körper durch äußere und/oder innere Faktoren (Unfall, Trauma, Infekt, hormonelle Störungen oder Stress) ins Ungleichgewicht geraten ist,  kann es zu Funktionsstörungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerz kommen. Wird der Bewegungsapparat einseitig belastet oder geht Bewegung verloren,  wird auch die Hämodynamik, also die Versorgung der Gewebe, verschlechtert. Dadurch reduzieren sich die Selbstheilungskräfte.

Vor einer Behandlung wird der Ostheopath den Patienten gründlich untersuchen und ein Anamnesegespräch führen. Dabei will er möglichen Bewegungsverluste auf die Spur kommen. Sie können sich sowohl im parietalen (Gelenke, Knochen, Muskeln und Sehnen), viszeralen (Organsysteme, Blutgefäße, Lymphe) oder craniosacralen (Kopf, Kreuzbein, Hirn- und Rückenmarkshäute) Bereich zeigen.


Ziel einer osteopathischen Behandlung ist es, Spannungen und Funktionsstörungen aufzuspüren und diese mit manuellen Techniken zu beseitigen. Das kann durch sehr sanfte bis hin zu sehr intensiven Bindegewebstechniken geschehen. Kann der Ostheopath die Spannungen reduzieren, werden Gewebe wieder besser versorgt. Das mobilisiert die Selbstheilungskräfte.


Notfallsituationen, akute Infekte und Tumorerkrankungen gehören nicht primär in eine osteopathische Behandlung.